Online Marketing Branchenwissen - der Blog von RMG-Consulting

Zielgruppen definieren mit Facebook Insights

Zielgruppen definieren mit Facebook Insights

Facebook Insights bieten die Möglichkeit, Zielgruppen bei Facebook zu definieren und abzuspeichern, die man dann bei zukünftigen Kampagnen einsetzen kann, ohne sie erneut definieren zu müssen.

Ich möchte Euch heute kurz erklären, wie Ihr überhaupt zu diesem mächtigen Tool gelangt und welche Möglichkeiten der Zielgruppen-Filterung (#Zielgruppen) es dort überhaupt gibt.

Die verschiedensten Arten von Targeting in der Online-Werbung

Die verschiedensten Arten von Targeting in der Online-Werbung

Das stärkste Argument aus meiner Sicht für Online-Werbung ist die Tatsache, daß durch viele Filtermöglichkeit und Targeting die Zielgruppe so genau bestimmt und angesprochen werden kann, daß es – theoretisch – keine oder nur wenige Streuverluste gibt.

In dieser Form gibt es das bei den anderen Medien nicht in dieser definierten Form.

Dabei gibt es verschiedene Formen des Targetings, die meisten davon werden über das Auslesen von Cookies ermöglicht, also das “Verfolgen” der User und deren Verhalten.

Das Verhalten der User über Ihre spezifische IP-Adresse ist dann die Grundlage für künftige Targeting-Maßnahmen der Vermarkter.

Blogbeitrag Programmatic Advertising vom 12.9.2019

Kritische Betrachtung von Programmatic Advertising und warum die Entwicklung nicht unbedingt gut für die Qualität von Content ist

Wie der Titel schon andeutet, sehe ich persönlich das Programmatic Advertising im ganzen eher kritisch.
Warum ist das so?
Zum einen besteht seit ca. 20 Jahren meine tägliche Arbeit im Online-Marketing und der Vermarktung von Online-Präsenzen und erst recht in meinen Workshops im Kern darin, mit „echten“ Menschen zu verhandeln, sie zu überzeugen und – ja – mich gemeinsam über Erfolge in Ihrem Business zu freuen!
Das ist auch ehrlich gesagt einer der Hauptgründe, warum ich das so gerne mag, was ich mache.
Das ist aus meiner Sicht eben „sophisticated“ und attraktiv an diesem Job! Und bei Programmatic Advertising steht eben die reine technische Optimierung der Werbung im Vordergrund, also nix mit People Business!

AdFraud – Brand Safety – Viewability

AdFraud – Brand Safety – Viewability

Wie man sich diesen Problemen stellen kann

Seit Ende der 90er- Jahre blüht ja die „Banner“-Werbung im Internet auf, und hat sich immer wieder in Neuen Kleidern gezeigt.

Sei es der Wandel von den – zugegebenermaßen nervigen-  animierten Gif-Formaten zu Flash Anfang der 2000er-Jahre, sei es die Kompatibilität der Formate für alle Devices, die dann zum „Tod“ oder zumindest zum komatösen Zustand der Flash-Technologie führte bis hin zum Programmatic Buying: Banner wurden immer wieder totgesagt und tauchen dann unter Neuer Flagge immer wieder auf. #Werbeformate #programmatic #onlinewerbung

Aber es gibt auch eine Menge Probleme: Überfrachtung der Websites mit Werbebannern und damit einhergehende Wirkungslosigkeit der investierten Mediagelder, übertriebenes und auch mit falschen Voraussetzungen erfolgtes Targeting wie auch die Sichtbarkeit der einzelnen Werbeplätze lassen immer noch Luft nach oben. #Mediainvest #Targeting #Viewability

Da im Online-Werbemarkt inzwischen ja Milliarden Euro die Besitzer wechseln, bietet sich aus der Kombination von vielem Geld und potentiell anonymen Aktivitäten auch eine hohe Attraktivität für Betrüger. #onlinewerbemarkt

Das ist der sogenannte AdFraud.

Mit AdFraud werden – unter anderem – Nutzeraktivitäten simuliert (z.B. das Konsumieren bzw. Anklicken von Online-Werbebannern), die dann der Werbekunde bezahlen muß, die aber eben völlig wirkungslos sind, da von Maschinen und Algorithmen erzeugt. #adfraud #Bannersimulation #werbealgorithmus

AdFraud kann auch mittels diverser Bots vollzogen werden, z.B. zum Abgreifen sensibler Daten.

Meiner Meinung nach wird durch die immer weiter und schneller fortschreitende Automatisierung des Media-Einkaufs und des Media-Publishings der Mensch als natürliches Kontroll-Instrument immer weiter ausgeschlossen, und damit AdFraud in letzter Konsequenz gefördert. #automatisierung #programmaticbuying #AdFraud

Beim Programmatic Advertising sind 9 oder noch mehr (diverse Adserver, DSP, SSP, DMP, Marketplace, etc.)  technische Stellen hintereinander als fortlaufender Prozess nötig, um ein Werbemittel vom Einkauf bis zur kompletten Auslieferung zu verarbeiten. #adserver #mediabuying #dsp #ssp #dmp #marketplace

Wenn auch nur an einer Stelle was schiefgeht, wird das Werbemittel nicht ausgeliefert!

Das sollten sich alle Werbekunden klar vor Augen führen. Und da ja nur mehr Maschinen (Tools) im Prozess zum Einsatz kommen, kann ich dann als Kunde auch erst mal schauen, bei wem ich mich beschweren muß. #onlinetools

Online-Marketing Schulungen

Schwierig, kann ich nur sagen!

Im klassischen Media-Business hat man einfach beim Vermarkter angerufen, und sich beschwert, daß die Werbung nicht ordnungsgemäß ausgeliefert wurde, und ihn um entsprechende Korrektur bzw. Reparation gebeten.

Jetzt ist der gesamte Auslieferungsprozess mehr oder weniger eine Blackbox: hat die Übergabe an der Schnittstelle SSP an den Adserver oder umgekehrt nicht geklappt? Hat die DSP die Daten nicht richtig eingelesen? Etc.

Ad-Fraud

Und damit ist natürlich auch Ad Fraud Tür und Tor geöffnet. In Deutschland sind 13,3% der Werbekampagnen direkt oder indirekt davon betroffen (IAS-Report: zu Ad-Fraud, Brand Safety,Viewability: „Wie es um die Qualität digitaler Werbeumfelder steht“, Juni 2018). #adfraud #onlinekampagnen #ias

Im Schnitt sind bei einem Mediabudget von 10.000 € folglich 1.330 € durch betrügerische Tätigkeiten „für die Katz“. Eine Menge Geld, finde ich.

Aber was kann man dagegen tun? Zum einen hilft es sicherlich, sich selber auch schlau zu machen, wie die Prozesse ablaufen, und nicht alles einer Agentur zu überlassen.

Dazu bieten wir bei RMG-Consulting entsprechende Schulungen an, entweder als offene Seminare oder auch Inhouse. http://RMG-Consulting Zum anderen sollte man ausreichend Kontroll-Instanzen einbauen. #rmgconsulting

Das könnte z.B. das Arbeiten mit Redirects sein, so daß Sie bzw. der Adserver Ihrer Agentur auch immer synchron die Requests abarbeiten und dokumentieren kann. #adserver #redirect

Weiter wäre es sicher hilfreich, einen Adserver-Zugang für Ihre Kampagne bei den Vermarktern zu erhalten. #onlinevermarkter #reporting

Brand Safety

Ein weiteres Thema ist natürlich Brand Safety. #brandsafety

Nicht nur große Marken müssen auf Ihren Ruf achten, auch kleine und mittelständische Unternehmen. #marken #mittelstand

Da geht es gar nicht mal so sehr um den Markennamen, sonderlich schlicht und einfach darum, daß Ihre Produkte (und damit auch Ihr Name) in passenden Umfeldern auftauchen, und nicht in negativ belegten (Stichwort: Rassismus, Sexismus, kriegerisch, etc.).

Gerade wenn es das Matching mit Schlagwörten geht (Keyword-Targeting), wie es z.B. bei youtube ja durchaus üblich ist, sollte man darauf achten, daß es keine Missverständnisse geben kann. #keywordtargeting #

Z.B. wollen Sie ja als Anbieter von Griechenland-Reisen nicht deshalb in einem Artikel zu gewaltsamen Ausschreitungen in Griechenland als Werbekunde präsent sein, weil Sie entsprechend das Keyword Griechenland beim entsprechenden Publisher oder Vermarkter gebucht haben, oder!?

Hier hilft auf alle Fälle ein ausgiebiges Blacklisting, wie z.B. der Ausschluss von Keywords wie Gewalt, Rassismus, etc. #blacklist

Gerade auch bei Google Ads sollte man regelmäßig überprüfen, ob die geschalteten Textanzeigen mit den richtigen Keywords und den richtigen Ausschlüssen versehen sind. #googleads

Als weiteren Tipp können wir von RMG-Consulting die ausschließliche Berücksichtigung von Vermarktern im Mediaplan geben, die zu 100% nachweisen können, in welchen Umfeldern Ihre Werbung erscheint und – im Report nach der Kampagne – erschienen ist. #vermarkterwahl

Das schliesst dann eben auch Netzwerk-Vermarktern mit zweifelhaftem oder nicht klar definiertem Portfolio aus.

Viewability

Das dritte Problem bei der Display-Werbung ist die Viewability, also die Sichtbarkeit Ihrer Werbung für den Nutzer. #viewability #werbeumfelder #mediabuchung

Diese beträgt in Deutschland etwas über 60% (IAS-Report: zu Ad-Fraud, Brand Safety,Viewability: „Wie es um die Qualität digitaler Werbeumfelder steht“, Juni 2018).

Würfel

Was bedeutet das? Von 10 geschalteten Werbebannern/Werbemitteln werden nur 6 bei einem Seitenaufruf ohne aktives Scrollen der Nutzer gesehen. Das heißt, Werbekunden für die anderen 4 Werbemittel müssen hoffen, daß der User nach unten scrollt, und Ihre Werbung sieht.  Da viele Vermarkter ja Ihre Websites hoffnungslos mit Werbung überfrachten, sollten Werbekunden dringend VORHER mit dem Vermarkter vereinbaren, daß er entweder die View Rate separat ausweist, und damit nur diese AdImpressions bezahlt werden, oder er die View Rate und entsprechend die No Show Rate (Hide Rate) ausweist und diese mit unterschiedlichen Preisen in Rechnung stellt.

Beispiel: Sich buchen bei Vermarkter PippiLangstrumpf 1.000.000 Impressions und vereinbaren für die Kampagne xyz einen TKP von 10 € für sofort sichtbare Ads, und 3 € für nicht sofort sichtbare Ads. Im Report weist der Vermarkter eine Viewability von 70% aus.

Sie müssen in diesem Fall also 7.000 € für die sichtbaren plus 900 € für die nicht sofort sichtbaren Banner bezahlen, in Summe 7.900 €. #mediabudget

Diese Trennung in der Ausweisung ist auch in den Adservern der Vermarktern einstellbar, und meines Erachtens nur fair.

Hier sollten auch seitens der IAB und/oder des OVK, eventuell auch der AGOF von außen Standards vorgegeben werden, z.B. wie maximal das Verhältnis der sichtbaren zu den sichtbaren Formaten sein darf, welche Preisdifferenz empfohlen wird. etc.  #iab #ovk #agof

offene Seminare Online-Marketing
offene Seminare Online-Marketing

So, ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Beitrag ein paar gute Impulse für Eure nächsten Kampagnen geben, schreibt mir gerne und diskutiert mit mir, andere Meinungen sind natürlich immer gerne gesehen.

Push- und Pull-Marketing – der große Unterschied zwischen Google Ads und Facebook-Werbung

Push- und Pull-Marketing – der große Unterschied zwischen Google Ads und Facebook-Werbung

Einordnung

Push- und Pull-Marketing sind zwei Instrumente des Marketings, die beide in eine Gesamtstrategie gehören und sich oftmals auch bedingen, aber sehr differenziert zu betrachten sind.

Es ist auch nicht das eine besser als das andere.

Die Wasserloch-Theorie

Aber wofür taugen die beiden? Man kann das sehr gut mit der sog. #Wasserlochtheorie.

Wasserloch Theorie
Wasserloch Theorie

Stellen Sie sich vor, Ihr Ziel ist es, Elefanten in einem Nationalpark zu fotografieren. Dazu gibt es zwei Wege (vielleicht auch noch andere, aber dann passt es nicht ins #Marketing:-): entweder sie bauen ein Wasserloch vor Ihrem Bungalow und warten, bis die Elefanten kommen, und können diese dann bequem fotorgrafieren, oder Sie gehen mit einem Guide hinaus in die Wildnis, stöbern die Elefanten an für sie typischen Plätzen auf und fotografieren sie dort.

Was hat das nun mit #Pushmarketing oder #Pullmarketing zu tun? Nun, beim Wasserloch (das wäre Ihr Content) bieten Sie der Zielgruppe (den Elefanten) eine Lösung (das frische Wasser) für Ihr Bedürfnis (Durst löschen) und warten ab. Sind also eher passiv. Hier handelt es sich also um Pullmarketing. Die mächtigste Waffe im Marketing für Pullmarketing ist Content-Marketing.

Wenn Sie aktiv losziehen, um Ihre Zielgruppe (die Elefanten) zu erreichen (also mit "Werbung"), unterbrechen Sie diese Elefanten bei einer anderen Aktivität, zum Beispiel beim Baden in einem Fluß (das wären dann Content konsumierende Nutzer).

So, nun hoffe ich mal, daß Ihnen der grundlegende Unterschied klar ist: Push-Marketing bedeutet aktives Marketing, Pull-Marketing bietet sehr smarte Lösungsansätze für bereits bestehende Bedürfnisse der Zielgruppe.

Der Schritt von Google Ads zu Facebook-Werbung und was das mit Push- und Pull-Marketing zu tun hat

Und nun zu Google Ads und #Facebookwerbung.

Google Ads Facebook Werbung

Welches der beiden Instrumente ist nun was?

Nun, Google Ads erscheinen ja nur, wenn ein Nutzer schon ein Bedürfnis kommuniziert hat, indem er dieses in die Suche bei Google eingegeben hat. Das heißt, Google Ads bieten ihm dafür eine keywordbasierte Lösung. Es handelt sich um Pull-Marketing.

Bei #Werbung auf Facebook erscheint der Sponsored Post ja im Feed der #Zielgruppe, die vielleicht gerade die organische Posts der Kollegen und Kolleginnen von der gestrigen Firmenveranstaltung durchstöbert. Sie wird also unterbrochen in Ihrer Aktivität, die - in der Regel - nichts mit Ihrem Produkt zu tun hat. Es handelt sich also um Push-Marketing.

Schlußbemerkung

Ich hoffe, ich konnte Ihnen den Unterschied von Push-Marketing und Pull-Marketing mit Hilfe der Wasserloch-Theorie ein wenig nahebringen.

Übrigens könnte man im Grunde das #Inboundmarketing und viele Bereiche der #Leadgenerierung auch als typisches Instrument des Pull-Marketings ansehen.

Call to visit my workshops:-)

Werden Sie Online-Experte und besuchen Sie eines unserer Premium-Workshops unter https://rmgcoachings.de/themen-online-marketing/

Webinar ebam-Weiterbildungstage

ebam-Weiterbildungstage - mein Webinar zum Thema programmatischer Einkauf

Webinar am 16.11.2017  um 12.00 Uhr: "Mensch versus Maschine - wie wirkt sich automatisierte Werbung auf Kunden, Agenturen und Dienstleister aus?"

Am 16.11. spreche in einem Webinar im Rahmen des Weiterbildungstages des ebam-Instituts über Real Time Bidding und dessen Prozess, seine Folgen für Digitale Werbung und auch worauf man beim programmatischen Einkauf von Werbung achten muss.

Hier geht es zur Anmeldung: http://www.ebam.de/…/weiterbildungstag-2017-ebam-akademie-…/

Dazu gleich auch ein Begrüssungsvideo von mir.